Berufs­unfähigkeit Meldung

Arbeits­unfähig. Den Ausschlag für die BU-Rente gibt die aktuelle Tätig­keit.

Geld von einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung bekommen Versicherte nur, wenn sie in ihrem tatsäch­lich ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten können. Ein Mann hatte den Job in seinem erlernten Beruf als Stuckateur verloren und arbeitete danach in einer anderen Firma als Maschinenbediener. Bei einem Motorrad­unfall verletzte er sich schwer, konnte aber nach einigen Monaten wieder voll als Maschinenbediener arbeiten. Aufgrund der erlittenen Wirbelsäulen­verletzung konnte er jedoch nicht in seinen ursprüng­lichen Ausbildungs­beruf als Stuckateur zurück­kehren. Er gab an, dass er als Maschinenbediener nur interims­weise gearbeitet habe, um nicht arbeitslos zu sein, und verlangte von seiner Berufs­unfähigkeits­versicherung die vereinbarte Rente. Doch die ist nicht verpflichtet zu zahlen. Nach einem Berufs­wechsel, der nicht aus gesundheitlichen, sondern aus anderen Gründen erfolgt sei, komme es bei der Frage der Berufs­unfähigkeit auf die neue Tätig­keit an, urteilte das Ober­landes­gericht Saarbrücken (Az. 5 U 236/12-28).

Tipp: Tests und umfassende Informationen rund um die Berufs­unfähigkeits­versicherung finden Sie im Themenpaket Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 7 Nutzer finden das hilfreich.