Berufsständische Versorgungswerke Meldung

Die Rentenkasse ­erkennt Kinder­erziehungs­zeiten von Mitgliedern berufsständischer Versorgungswerke an.

Kindererziehung zahlt sich jetzt für viele Ärzte, Anwälte und andere Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke mehr aus: Die Mütter oder Väter, die über ein Versorgungswerk für ihr Alter vorsorgen, können sich mit freiwilligen Beiträgen an die gesetzliche Rentenversicherung eine zusätzliche Altersrente aus dieser Quelle sichern.

Die Rentenversicherung erkennt seit kurzem Kindererziehungszeiten von Mitgliedern der Versorgungswerke an: drei Jahre für jedes ab 1992 geborene Kind, ein Jahr für jedes ältere Kind. Reichen die Zeiten nicht für einen Rentenanspruch – fünf Jahre sind nötig –, ist es jetzt möglich, die Lücke mit freiwilligen Beiträgen zu schließen.

Fehlt zum Beispiel einer Tierärztin ein Beitragsjahr, kann sie für die zwölf Monate jeweils den Mindestbeitrag von 79,60 Euro an die Rentenkasse zahlen, wenn sie das Rentenalter erreicht. Dann erhält sie dauerhaft zumindest rund 100 Euro Rente im Monat.

Tipp: Die neuen Regeln sind auch für Mütter interessant, die nie erwerbstätig waren und bisher keine Rente bekommen. Informationen gibt es unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.de oder Tel. 0 800/1 00 04 80 70.

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