Berufskrankheiten Meldung

Wer durch seine Arbeit krank wird, hat es schwer, Leistungen von der Berufsgenossenschaft (BG) zu bekommen. Von 71.000 Arbeitnehmern, die im Jahr 1999 den Verdacht auf eine Berufskrankheit meldeten, wurden nur 25.000 als berufskrank anerkannt. Hautkrankheiten sind laut dem Hauptverbands der gewerblichen Berufsgenossenschaften die häufigsten Berufskrankheiten: Sie machen 35 Prozent aller ­ anerkannten ­ Fälle aus, gefolgt von Lärmschwerhörigkeit.

Wer sich durch schweres Heben oder Tragen bei der Arbeit die Wirbelsäule kaputt macht, geht dagegen fast immer leer aus: Von 16.700 gemeldeten Fällen erkannten die BGs gerade mal 1.073 an.

Entscheidend ist: Der Arbeitnehmer muss beweisen, dass er sich die Krankheit durch seine Arbeit zugezogen hat und nicht in der Freizeit. Entsprechendes Beweismaterial für Patienten mit Rückenleiden gibt es aber nicht, deshalb haben sie kaum eine Chance auf Anerkennung.

Wer am Arbeitsplatz giftigen Chemikalien, Strahlung, Lärm oder Staub ausgesetzt ist, sollte dagegen frühzeitig beginnen, Notizen über gefährliche Stoffe zu machen.

Hilfe und Information:
Abekra
Verband arbeits- und berufsbedingt Erkrankter e. V.
Industriestraße 17
63674 Altenstadt
Tel. 06047/952660
Fax 06047/952662
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