Verkehrs­unfall: Erst­helfer sichern auf der Auto­bahn eine Unfall­stelle.

Ein Straßenwärter, der als Erst­helfer bei Unfällen auf der Auto­bahn tätig war, hat keinen Anspruch auf Leistungen seiner Berufs­genossenschaft, wenn er an einer post­traumatischen Belastungs­störung erkrankt und nicht mehr arbeiten kann. Der Mann hatte 30 Jahre lang Unfall­stellen mit Verletzten und Toten gesichert, bis Rettungs­kräfte und Polizei ihre Arbeit beendeten. Er führte seine Depression auf die berufliche Belastung zurück. Als die Höchst­zahl an Therapie­stunden bei seiner Krankenkasse erreicht war, wollte er, dass die Berufs­genossenschaft für die Fortsetzung der Therapie aufkommt. Das Gericht wertete seine Erkrankung jedoch nicht wie eine Berufs­krankheit. Es gebe nicht genügend wissenschaftliche Erkennt­nisse, dass das wieder­holte Erleben traumatischer Ereig­nisse anderer Menschen eine post­traumatische Belastungs­störung verursachen könne (Hessisches Landes­sozialge­richt, Az. L 3 U 145/14).

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