Berufs­krankheit Geiger geht leer aus

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Berufs­krankheit - Geiger geht leer aus

Ein Geiger, der nach jahr­zehnte­langer Arbeit als Orchester­musiker einen Band­scheiben­vorfall in der Hals­wirbelsäule erlitten hatte, kann dies nicht als Berufs­krankheit geltend machen. Er bekommt also auch keine Verletztenrente von der Berufs­genossenschaft. Es half ihm auch nichts, dass Band­scheiben­vorfälle bei Streichern in der DDR als Berufs­krankheit anerkannt waren. Seine einzige Chance wären gesicherte wissenschaftliche Erkennt­nisse, auf deren Grund­lage die gesetzliche Unfall­versicherung seine Erkrankung als sogenannte Wie-Berufs­krankheit anerkennen könnte. Solche Studien gibt es aber nicht, weil die Berufs­gruppe dafür viel zu klein ist. Bundes­weit gibt es nur rund 4 100 professionell tätige Streicher. Dass kleine Berufs­gruppen solche Nachteile in Kauf nehmen müssen, verstoße nicht gegen geltendes Recht, urteilte das Bundes­sozialge­richt (Az. B 2 U 3/12 R).

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