Nach jahrelangem Prozess erkannte das Bundessozialgericht die Bandscheibenerkrankung der Lendenwirbelsäule eines 66-Jährigen als Berufskrankheit an (Az. B 2 U 9/05 R). Der Kläger erhält nun eine Verletztenteilrente. Als Kohlelieferant und Kraftfahrer hatte er über 30 Jahre lang bis zu fünf Tonnen am Tag getragen. Das Rütteln während der Lastwagenfahrten schadete der Wirbelsäule zusätzlich. Ein Rückenleiden wird selten als Berufskrankheit anerkannt. Im Jahr 2004 meldeten 5 643 Menschen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule durch Heben und Tragen. Nur 3 Prozent davon erkannte die Genossenschaft als Berufskrankheit an. Meist können Kranke nicht beweisen, dass das Leiden allein durch die Arbeit entstand.

Tipp: Wenn Sie Ihre Erkrankung für berufsbedingt halten, kann Ihr Hausarzt bei der Berufsgenossenschaft eine Anzeige einreichen. Sie können auch selbst formlos per Brief Ihre Erkrankung melden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 565 Nutzer finden das hilfreich.