Berufskleidung in der eigenen Maschine Meldung

Blaumann- und Kittel-Träger, die ihre Arbeitsmontur zu Hause waschen müssen, können das Finanzamt an den Kosten beteiligen. Als Werbungskosten sind absetzbar: die Ausgaben für Waschmittel, Strom, Wasser und einen angemessenen Anteil vom Waschmaschinen-Preis und etwaige Reparaturrechnungen. Doch die Ermittlung der exakten Zahlen für die Steuererklärung ist mühsam.

Rechnerei kann lohnen

Die Ermittlung der Waschkosten lohnt für alle, die Ausgaben von mehr als 1.044 Euro als Werbungskosten geltend machen können. Grund: Diesen Betrag schreibt das Finanzamt pauschal jedem Arbeitnehmer gut. Wer weniger Kosten hat, kann sich die Rechnerei sparen, hat dafür aber keine Chance, seine Steuerschuld zu verringern.

Chancen zum Steuersparen

Wichtigster Punkt bei den Werbungskosten: die Entfernungspauschalen für den Weg von und zur Arbeit. Unabhängig vom Verkehrsmittel schreibt das Finanzamt je Arbeitstag für die ersten 10 Entfernungskilometer je 36 Cent und ab dem 11. Kilometer je 0,40 Cent gut. Dabei zählt die kürzeste Straßenverbindung oder eine längere Strecke, wenn sie verkehrsgünstiger ist und deshalb regelmäßig benutzt wird.

Papierkrieg mit Gewinn

Zu den Werbungskosten gehören außerdem Ausgaben für Arbeitsmittel wie Fachliteratur oder auch Büromöbel. Berufliche Weiterbildung, Umzug, doppelte Haushaltsführung, Beiträge zu Gewerkschaften oder Berufsverbänden berücksichtigt das Finanzamt ebenfalls. Voraussetzung: Sie werden in der Steuererklärung angegeben und Belege beigefügt. Das lohnt sich oft. Nach Schätzungen von Fachleuten gehen Steuerzahlern, die aufs Ausfüllen der Formulare verzichten, Jahr für Jahr Milliarden von Euro verloren.

Dieser Artikel ist hilfreich. 220 Nutzer finden das hilfreich.