Die Berufsgenossenschaft muss die Behandlungskosten für einen Tischler übernehmen, der sich nach dem Mittagessen zuhause auf dem Weg zu einem Kunden verletzt hatte. Der Tischler war kurz nachhause gefahren und dann zu einem Kunden aufgebrochen. Als er ein Schleifgeräusch am Auto hörte, vermutete er einen ein­geklemmten Ast. Er legte sich unter das Auto. Als der Wagenheber abrutschte, wurde der Mann eingeklemmt und verletzt.

Die Berufsgenossenschaft wollte nicht zahlen. Der Mann hätte die kurze Strecke nachhause zu Fuß gehen können. Der Versuch einer Reparatur des Autos sei nicht versichert, weil er aus privatem Interesse erfolgte. Das Bundessozialgericht sah beides anders: Es sei egal, ob der Tischler habe laufen können. Nachvollziehbar sei, dass er dachte, einen Ast rasch entfernen zu können (Az. B 2 U 24/06 R).

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