Checkliste: Das muss ein guter Kurs bieten

Teilnehmerzahl: Ein Berufsfindungskurs sollte möglichst nicht mehr als acht Teilnehmer haben. Optimal ist eine Gruppengröße von vier bis sechs Personen.

Vertraulichkeit: Weil Beruf und Persönlichkeit eng zusammenhängen, kommen in den Kursen oft sehr persönliche Aspekte zur Sprache. Die Dozenten sollten deshalb darauf hinweisen, dass die persönlichen, im Seminar offenbarten Daten der Teilnehmer vertraulich behandelt werden. Unbedingt notwendig ist dies beim Einsatz von psychologischen Testverfahren.

Freiwilligkeit: Alle Aussagen, Übungen und Tests sollten die Teilnehmer freiwillig machen. Das sollte der Dozent zu Beginn klarstellen.

Feedbackregeln: Gerade weil Teilnehmer in diesen Kursen oft sehr persönliche Dinge offenbaren, sollten sie auch vom Dozenten und den anderen Teilnehmern eine Rückmeldung (Feedback) bekommen. Im besten Fall einigen sich die Teilnehmer und der Dozent zu Beginn auf Regeln, nach denen man während des Kurses positive und negative Kritik äußert.

Handlungsstrategien: In Kursen zur Berufsfindung und Karriereplanung können bestenfalls Ziele festgelegt werden. Umsetzen muss der Teilnehmer sie dann später selbst. Dafür braucht er Transferhilfen. Das können zum Beispiel Tipps zur Lektüre, der Aufbau von Netzwerken und weitere Treffen sein.

Grenzen: Ein Dozent sollte seine Kompetenzen richtig einschätzen können. Jobkonflikte, die Folgen von psychischen Problemen oder Suchterkrankungen sind, kann er nicht bearbeiten. In diesen Fällen können nur ein Einzelcoaching oder eine psychologische Beratung helfen.

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