Tipps

Selbst einschätzen: Vor dem Gespräch mit einem Berufsberater sollten junge Menschen wissen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Tests zur Selbsteinschätzung im Internet helfen dabei.

Finanztest untersucht regelmäßig die Angebote, auch die für Jugendliche: Beim jüngsten Test im März 2007 erreichte „Mein Berufsweg“, www.borakel.de, ein kostenloses Angebot der Ruhr-Universität Bochum für angehende Studierende, die Note „sehr gut“. Für alle Jugendlichen vor der Berufswahl geeignet ist der Test des Geva-Instituts, www.geva-institut.de. Er kostet 38 Euro. Die Testergebnisse lassen sich unter www.test.de abrufen.

Ablehnen gilt nicht: Akzeptieren Sie keine Ablehnung durch eine Arbeitsagentur. Die Arbeitsagenturen sind ­ge­setzlich dazu verpflichtet, Sie zu beraten, auch wenn Sie nicht als arbeitssuchend gemeldet sind.

Forderungen stellen: Geht ein Berater nicht auf Ihre Berufswünsche ein, fordern Sie eine Begründung. Verlangen Sie, dass er Ihnen Alternativen nennt, Informationsmaterial aushändigt und eventuell mehrere Bewerbungsadressen vermittelt. Haben Sie von einem guten Berater gehört, können sie verlangen, dass er sie berät.

Zweite Meinung einholen: Bleiben Sie gegenüber den Empfehlungen eines ­Beraters stets kritisch. Die Qualität der Beratungen schwankt stark. Wenn Sie mit einem Gespräch nicht zufrieden waren und noch viele Fragen offen sind, holen Sie eine zweite Meinung ein.

Versuchen Sie es zum Beispiel bei der Beratungsstelle eines öffentlichen oder gemeinnützigen Trägers. Das können Städte sein, Kirchen oder auch Vereine. Für Mädchen eignen sich manchmal auch Frauenberatungsstellen.

Solche Beratungseinrichtungen gibt es nicht überall. Wo sie jedoch ihre Leistungen anbieten, sind ihre Kenntnisse der örtlichen Verhältnisse für die Ratsuchenden meist hilfreich. Rufen Sie besser an, bevor Sie eine solche Stelle aufsuchen. Obwohl sie noch im Internet zu finden sind, gibt es manche nicht mehr.

Eine private Beratung kann trotz der Kosten eine lohnende Investition sein.

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