Berufs­ausbildung Meldung

Positiv entschieden hat der Bundes­finanzhof (BFH) Muster­prozesse zum dualen Studium und zur ersten Ausbildung. Die Frage, warum keine Werbungs­kosten ange­rechnet werden dürfen, wenn Berufs­ausbildung oder Erst­studium nicht im Rahmen eines Dienst­verhält­nisses statt­finden, legten die BFH-Richter dem Bundes­verfassungs­gericht zur Prüfung vor.

Werbungs­kosten oder Sonder­ausgaben?

Ausgaben für das erste Studium oder die erste Berufs­ausbildung sind immer Werbungs­kosten, beschlossen die Richter. Weil das ausgeschlossen ist, wenn Auszubildende kein Arbeits­verhältnis eingehen, soll darüber jetzt das Bundes­verfassungs­gericht entscheiden. Bisher dürfen alle ohne Arbeits­verhältnis nur Sonder­ausgaben absetzen. Sie sparen nur Steuern, wenn sie im selben Jahr Einkommen versteuern müssen.

Das Bundes­verfassungs­gericht soll entscheiden

Gehen sie deshalb ganz oder teil­weise leer aus, sollten sie Posten wie Studien­gebühren als Werbungs­kosten abrechnen. Sie beantragen, dass das Finanz­amt einen Verlust fest­stellt und mit späteren Einkünften verrechnet. Wird das abge­lehnt, legen sie Einspruch ein und verweisen auf die Beschlüsse des Bundes­finanzhofs (Az. VI R 2/12 und andere).

Kinder­geld­anspruch bei dualem Studium

Einspruch bei der Kinder­geldkasse legen Eltern ein, die kein Kinder­geld erhalten, weil ihr Kind den praktischen Teil des dualen Studiums abge­schlossen hat und danach mehr als 20 Stunden die Woche arbeitet. Ihnen steht bis zum Ende des Studiums Kinder­geld zu (Bundes­finanzhof, Az. III R 52/13).

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