Berufliche Wieder­einglie­derung Meldung

Kehrt ein Angestellter nach langer Krankheit stunden­weise an seinen Arbeits­platz zurück, verliert er sofort seinen Anspruch auf Kranken­tagegeld aus einer privaten Versicherung.

Ein leitender Angestellter, der ein halbes Jahr lang arbeits­unfähig war, versuchte zunächst drei, später sechs Stunden täglich wieder zu arbeiten. Während dieser beruflichen Wieder­einglie­derung erhielt er kein Gehalt, sondern Krankengeld von seiner gesetzlichen Krankenkasse. Seine zusätzliche private Kranken­tagegeld­versicherung stoppte hingegen die Zahlungen. Das ist rechtens, urteilte das Ober­landes­gericht Köln (Az. 20 U 119/13). Denn auch wenn jemand voll privat kranken­versichert ist, hat er keinen Anspruch auf Leistungen, sobald er stunden­weise wieder in seinem Beruf arbeitet – selbst wenn er dann ganz ohne Einkommen dasteht.

Privatversicherte sind hier schlechter gestellt als gesetzlich Kranken­versicherte, die auch bei einer beruflichen Wieder­einglie­derung in Stufen im Rahmen des sogenannten Hamburger Modells weiter Krankengeld von ihrer Kasse erhalten.

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