Steuervergünstigung

Gesetz: Einkommensteuergesetz.

Voraussetzungen: Bildungskosten sind steuerlich als Werbungskosten oder als Sonderausgaben absetzbar.

Finanzielle Förderung: Abzug als Werbungskosten in unbegrenzter Höhe, wenn die Maßnahme die Fertigkeiten im erlernten oder ausgeübten Beruf erhalten, erweitern oder neuen Anforderungen anpassen soll. Anerkannt werden Teilnahmegebühren, Lernmittel und Reisekosten, wenn die Werbungskosten jährlich insgesamt höher als der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1 044 Euro sind. Meist ungünstiger ist die Absetzbarkeit als Sonderausgaben (über Pauschbetrag von 36/72 Euro im Jahr für Alleinstehende/Ehepaare). Die setzt das Finanzamt an, wenn es eine neue Ausbildung annimmt. Dann sind die Aufwendungen als Sonderausgaben nur bis 920 Euro abzugsfähig.

Zielgruppe: Arbeitnehmer mit Bildungsmaßnahme.

Zuständig: Finanzamt.

Wichtig: Selbst die Finanzämter sind nicht immer einer Meinung, ob die Bildungskosten Werbungskosten oder Sonderausgaben sind. Bei einer Ablehnung sollten Betroffene deshalb Widerspruch einlegen.

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