Meisterbafög

Gesetz: Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Voraussetzungen: Der Antragsteller muss einen Langzeitlehrgang zum Meister, Fachkaufmann oder Betriebswirt absolvieren. Die Maßnahme muss auf eine Fortbildungsprüfung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) vorbereiten oder eine Fortbildung im Gesundheits- und Pflegebereich beinhalten. Vollzeitmaßnahmen dürfen nicht länger als drei Jahre dauern, müssen insgesamt mindestens 400 Stunden bei mindestens 25 Stunden an vier Werktagen umfassen. Für Teilzeitmaßnahmen ist eine Höchstdauer von vier Jahren vorgesehen und innerhalb von acht Monaten müssen es mindestens 150 Stunden sein.

Finanzielle Förderung: Der so genannte Maßnahmebetrag deckt die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Maximal gibt es 10 226 Euro. Davon zahlt der Staat 35 Prozent als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. 65 Prozent gibt es als Darlehen. Als Unterstützung zum Lebensunterhalt gibt es zusätzlich einen monatlichen Unterhaltsbetrag, der sich aus Zuschuss und Darlehen zusammensetzt. Alleinstehende bekommen 230 Euro Zuschuss + 384 Euro Darlehen, für Alleinerziehende gibt es zusätzlich je Kind 128 Euro Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten, Verheiratete erhalten 230 Euro Zuschuss + 599 Euro Darlehen + 179 Euro Darlehen für jedes Kind.

Zielgruppe: Handwerker, Techniker und andere Fachkräfte, die sich selbstständig machen wollen und Ausländer, die bereits drei Jahre rechtmäßig in Deutschland leben und erwerbstätig gewesen sind.

Zuständig: Kommunale Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnort des Antragstellers, Tel. 0 800/6 22 36 34, www.meister-bafoeg.de.

Wichtig: Der monatliche Unterhaltsbetrag verringert sich, wenn das Vermögen des Antragstellers über dem Freibetrag von 35 791 Euro (+ 1 790 Euro für Ehepartner + 1 790 Euro je Kind) liegt. Zum Vermögen zählen Bargeld, Sparguthaben, bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Wertpapiere. Zwei Jahre nach Ende der Maßnahme (ausnahmsweise bis zu sechs Jahre) ist das Darlehen mit monatlichen Raten von mindestens 128 Euro zu tilgen. Wenn der Teilnehmer innerhalb von drei Jahren nach Ende der Maßnahme ein Unternehmen gegründet und mindestens zwei sozialversicherungspflichtige Angestellte hat, können ihm 75 Prozent des restlichen Darlehens erlassen werden.

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