Arbeitsamtsförderung

Gesetz: Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III-Förderung).

Voraussetzungen: Der Antragsteller muss während der letzten drei Jahre mindestens zwölf Monate eine versicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt oder Anspruch auf Arbeitslosengeld oder -hilfe gehabt haben. Er ist verpflichtet, sich vor Lehrgangsbeginn vom Arbeitsamt beraten zu lassen und dessen Zustimmung abzuwarten. Die Maßnahme muss als förderungswürdig anerkannt sein. Bei Vollzeitmaßnahme sind zwischen 25 und 35 Wochenstunden gefordert, bei Teilzeitweiterbildung mindestens zwölf. Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

Finanzielle Förderung: Es werden die Weiterbildungskosten erstattet. Dazu gehören Kosten für die Feststellung der Eignung, den Lehrgang, die auswärtige Unterbringung und Verpflegung und die Fahrtkosten. Bei Vollzeitmaßnahmen bekommt der Teilnehmer Unterhaltsgeld. Dessen Höhe orientiert sich an der Berechnung des Arbeitslosengeldes, wenn die Maßnahme gleich im Anschluss an die Beschäftigung stattfindet. Entscheidend ist das versicherungspflichtige Einkommen der letzten zwölf Monate vor Beginn der Weiterbildung. Die Steuerklasse und Kinderzahl wird berücksichtigt. Bei Personen, die vorher arbeitslos waren, richtet sich der Unterhalt nach ihrem Arbeitslosengeld oder der Arbeitslosenhilfe.

Zielgruppe: Arbeitslose; Arbeitnehmer, die bereits gekündigt sind, deren Firma vom Konkurs bedroht ist oder deren befris­tete Tätigkeit nicht verlängert wird; Beschäftigte ohne Berufsabschluss; Teilzeitbeschäftige, wenn die Weiterbildung für eine Vollzeitbeschäftigung erforderlich ist.

Zuständig: Arbeitsamt, www.arbeitsamt.de.

Wichtig: Unterhaltsgeld für Teilzeitlehrgänge gibt es nur, wenn besondere Voraussetzungen vorliegen.

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