Benotung Meldung

Das Verwaltungs­gericht Freiburg hat entschieden, dass sich der Endkorrektor einer Abitur­arbeit nicht ohne triftigen Grund über die Bewertung des Erst- und des Zweitkorrektors hinwegsetzen darf (Az. 2 K 1145/13).

Eine Fach­lehrerin hatte für eine Deutsch-Abitur­arbeit in Baden-Württem­berg neun Punkte gegeben, die Zweitkorrektorin acht Punkte. Der Endkorrektor bewertete die Arbeit nur mit vier Punkten, dagegen wehrte sich der Schüler mit Erfolg. Das Gericht stellte klar, dass der Endkorrektor sich an die „Abitur­ver­ordnung Gymnasien der Normalform“ halten müsse. Die Verordnung sieht eine eigen­ständige Benotung durch den Endkorrektor nur vor, wenn es bei der vorherigen Korrektur zu einem erheblichen Fehler gekommen ist. Das war aber nicht der Fall. Der Schüler bekommt neun Punkte, weil bei einem Punkt Abweichung die höhere Punkt­zahl gilt. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig.

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