Bekämpfung von Schimmelpilzen Meldung

An schlecht gedämmten Außenwänden droht jetzt Schimmelpilzbefall. So beugen Sie Gesund­heits­gefahren vor.

Aufspüren. Schimmelflecken sind meist mit bloßem Auge sicht­bar. Oft wachsen die Pilze allerdings im Verborgenen, etwa hinter Bildern, Wand­verkleidungen oder Schränken. Kontrollieren Sie die kalten Außenwände. Hier schlägt sich häufig Luft­feuchte nieder, sodass sich Schimmelpilze massenhaft vermehren können.

Bekämpfen. Bei groß­flächigem Befall müssen Profis ran. Kleine Schimmelschäden können Sie selbst beseitigen. Ein Haus­mittel, das die Pilze abtötet, ist 70-prozentiger Alkohol: mit einem Schwamm oder Pinsel auf die Flecken auftragen, eine halbe Stunde einwirken lassen und dann alle Schimmelspuren mithilfe von Putz­mitteln und Tüchern abwischen. Befallene Tapeten sollten Sie entfernen.

Schützen. Achten Sie bei der Bekämpfung auf Arbeits­schutz: Fenster öffnen, Schutz­hand­schuhe tragen, Tapeten­abfälle und Reinigungs­tücher draußen in der Restmüll­tonne entsorgen. Danach – ebenfalls bei offenem Fenster – gründlich Staub saugen. Allergiker und Kranke müssen sich während der Arbeiten fernhalten.

Heizen. Gefähr­dete Bereiche müssen austrocknen. Heizen Sie diese Räume besonders gut. Schränke von der Wand abrü­cken, damit die warme Luft dahinter zirkulieren kann.

Stoß­lüften. Zu viel Luft­feuchte muss raus aus dem Haus. Öffnen Sie auch im Winter mindestens zwei- bis dreimal täglich die Fenster und sorgen Sie für Durch­zug. Fünf Minuten reichen für den Luft­austausch.

Dokumentieren. Wenn Schimmelpilze trotz Lüften und Heizen wachsen, sind meist Baufehler wie Wärmebrü­cken die Ursache. Dann: Vermieter informieren oder einen Energieberater kontaktieren. Fotos, Feuchtig­keits­messungen (mit Hygro­meter) und protokollierte Raum- und Wand­temperaturen können nützlich sein.

Infos: Ausführ­liche Hintergrundinfos und Sanierungs­tipps finden Sie unter www.test.de/schimmelpilze.

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