Beitrags­erhöhung Krankenkasse Meldung

Die gesetzlichen Krankenkassen mussten ihre Versicherten spätestens bis Ende 2014 auf ihre neuen Beitrags­sätze hinweisen. Einige ließen sich jedoch bis Januar Zeit. Versicherte können aber auch dann noch wechseln und ab April in einer neuen Kasse Mitglied sein. test.de erklärt, welche Regeln dafür gelten.

Kündigung bis zum 2. Februar möglich

Seit Jahres­beginn beträgt der allgemeine Beitrags­satz zur gesetzlichen Kranken­versicherung 14,6 Prozent. Doch kaum eine Kasse kommt damit aus. Fast alle nehmen einen Zusatz­beitrag. Darüber mussten sie ihre Kunden bis 31. Dezember 2014 informieren. Will ein Versicherter seine Kasse wechseln, hat er einen Monat Zeit für die Kündigung. Weil der 31. Januar 2015 ein Samstag ist, reicht es, wenn das Kündigungs­schreiben bis zum 2. Februar bei der Kasse vorliegt. Eine neue, güns­tigere Kasse mit dem gewünschten Leistungs­angebot finden Versicherte mit dem Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen. Dieser zeigt die Beitrags­sätze von 77 Kassen und sagt, was diese leisten, etwa rund um alternative Behand­lungs­formen, Zweitmeinungen oder Chroniker-Programme. Wer wechseln will, kann mithilfe des Kassen-Rechners der Stiftung Warentest auf den Euro genau ermitteln, was der Wechsel bringt. Versicherte, die bis zum 2. Februar 2015 gekündigt haben, bleiben noch bis zum 31. März 2015 Mitglied in der alten Kasse. Ab April zahlen sie dann den güns­tigeren Beitrag bei der neuen Kasse.

Wenn die Kasse zu spät informiert hat

Doch nicht alle Versicherten wurden recht­zeitig über die neuen Beiträge informiert. So verschickte die Techniker Krankenkasse (TK) ein entsprechendes Schreiben mit Datum 4. Januar, das erst am 8. Januar bei den Versicherten ankam. In diesem Fall verlängert sich das Sonderkündigungs­recht bis zum 8. Februar. Als Faust­regel gilt bei verspäteter Info der Kasse: Der Versicherte kann inner­halb eines Monats nach Erhalt des Schreibens von seinem Sonderkündigungs­recht Gebrauch machen, so der GKV-Spitzenverband, die Interes­senvertretung der Kassen. Selbst wenn der Versicherte erst Ende Februar informiert wird, kann er zum 31. März kündigen – und ab April in der neuen Kasse Mitglied sein. Jeder, der mindestens 18 Monate in seiner Kasse Mitglied war, braucht das Sonderkündigungs­recht gar nicht für einen Wechsel. Er kann jeder­zeit mit einer Frist von zwei Monaten auch „ganz normal“ kündigen und wechseln.

Beitrag und Leistung beachten

Ein Versicherter mit einem monatlichen Brutto­verdienst von 2 000 Euro spart jeden Monat 18 Euro Krankenkassenbeitrag, wenn er von einer Kasse mit 15,5 Prozent Beitrags­satz zu einer mit 14,6 Prozent wechselt. Mit Hilfe unseres Rechners kann jeder individuell schauen, wie viel er sparen kann. Der Rechner ist verfügbar, sobald Sie den Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen frei­schalten. Vor einem Wechsel sollten Versicherte aber nicht nur auf den güns­tigen Beitrag schauen, sondern auch auf gewünschte Extras. Zwar sind die Leistungen aller Kassen zu 95 Prozent gleich. Doch es gibt bei vielen Kassen auch Extraleistungen. So möchte eine Familie mit Kindern womöglich besondere Vorsorgeunter­suchungen bezahlt bekommen. Welche Extra­leistungen eine bestimmte Kasse anbietet, erfahren Sie, wenn Sie den Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen frei­schalten.

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