Beihilfe Meldung

Die Beihilfestellen für Beamte müssen in bestimmten Fällen die Kosten für die Potenzpille Viagra übernehmen. Dann nämlich, wenn der Arzt das Medikament verschreibt, „um den krankheitsbedingten Verlust einer Körperfunktion auszugleichen“, entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz vor kurzem (Az. 2 A 11755/01.OVG).

Geklagt hatte ein 56-jähriger Beamter, der seit einer Prostatakrebsoperation an „erektiler Dysfunktion“ leidet. Sein Arbeitgeber hatte die Kostenübernahme für die teuren Viagra-Tabletten abgelehnt, muss jetzt aber zahlen.

Trotz dieses Urteils wird der Viagra-Konsum in Rheinland-Pfalz wohl nicht in die Höhe schnellen. Solange eine Viagra-Einnahme nur helfen soll, „alters- oder konstitu­tionsbedingte Schwächen“ zu beheben oder gar „medizinisch re­gelrechte Körperfunktionen gesteigert werden sollen“, halten die Richter sie nämlich nicht für zuschusswürdig.

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