Behindertenpausch­betrag Hälfte für Ehemann

Ehegatten können den Behindertenpausch­betrag bei Einzel­ver­anlagung unter­einander aufteilen, bestätigt der Bundes­finanzhof (Az. III R 2/17).

Ein Mann ließ sich getrennt von seiner Ehefrau zur Einkommensteuer veranlagen. Beide beantragten über­einstimmend, dass das Finanz­amt Sonder­ausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Steuerermäßigungen für Dienst­leistungen im Haushalt dabei je zur Hälfte zwischen ihnen aufteilen soll. Den hälftigen Abzug des Behindertenpausch­betrags der Frau bei ihrem Mann lehnte das Finanz­amt ab. Die Richter urteilten anders: Steuerzahler können Kosten, die ihnen wegen einer Behin­derung entstehen, einzeln oder durch den Pausch­betrag geltend machen. Da Eheleute die absetz­baren Kosten auf Antrag unter­einander aufteilen dürfen, gelte das auch für den Pausch­betrag.

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