Behinderte Mehr Parkmöglichkeiten

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Durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung haben Menschen mit Behinderung bessere Parkmöglichkeiten.

Mit orangefarbenem Ausweis parken. Um die mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichneten Behindertenparkplätze benutzen zu dürfen, muss der Behindertenausweis mit dem Merkzeichen aG für „außergewöhnlich gehbehindert“ versehen sein. Wie der Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Ullrich Galle, mitteilt, gibt es jedoch viele Menschen, die auf Erleichterungen beim Parken angewiesen sind, ohne die Voraussetzungen für das Merkzeichen aG zu erfüllen. Im Sommer 2009 ist eine Änderung der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten, mit der besondere Gruppen von Schwerbehinderten Ausnahme­ge­nehmi­gungen bekommen können – gemäß Paragraph 46 Absatz 1 Nr. 11. Ein orangefarbener Parkausweis dokumentiert diese Ge­nehmi­gung.

Drei Stunden im eingeschränkten Halteverbot. Inhaber des Ausweises können zum Beispiel bis zu drei Stunden im eingeschränkten Halteverbot oder in Anwohnerparkzonen parken, jedoch auch weiterhin nicht auf Parkflächen, die mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichnet sind. Dennoch ist die Neuregelung eine Erleichterung, weil die Betroffenen ihre Ausnahmegenehmigung bundesweit nutzen können.

Wer einen Antrag stellen kann. Den Parkausweis erhalten Personen:

  • mit einem Ausweis mit Merkzeichen G und B sowie einem Grad der Behinderung von mindestens 80 Prozent für Funktionseinschränkungen der unteren Gliedmaßen.
  • mit einem Ausweis mit Merkzeichen G und B sowie einem Grad der Behinderung von mindestens 70 Prozent für Funktionseinschränkungen der unteren Gliedmaßen plus mindestens 50 Prozent für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atemorgane.
  • mit Schwerbehinderung, die an Morbus Crohn oder Collitis Ulcerosa erkrankt sind, mit einem Einzel-GdB (Grad der Behinderung) von mindestens 60 Prozent.
  • Schwerbehinderte mit doppeltem Stoma (künstlicher Darm­ausgang und künstliche Harnableitung nach außen) mit Einzel-GdB (Grad der Behinde­rung) von mindestens 70 Prozent.
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