Behinderte Meldung

Eltern können den Unterhalt für ihre schwerbehinderte Tochter auch dann als außergewöhnliche Belastung absetzen, wenn diese ein Mehrfamilienhaus besitzt. Die Tochter muss die Immobilie nicht verkaufen, damit sie ihren Unterhalt selbst bestreiten kann, wenn das Haus eine maßvolle Altersvorsorge ist. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az. VI R 61/08).

Die Tochter der Kläger litt seit der Geburt am Downsyndrom. Sie lebte in dem Jahr, um das es ging, in einer therapeu­tischen Hofgemeinschaft und arbeitete in der angeschlossenen Behindertenwerkstatt. Die Kosten von rund 39 428 Euro wollten die Eltern als außergewöhnliche Belastung absetzen. Das Finanzamt lehnte den Abzug ab, weil die junge Frau vom Großvater ein Mehrfamilienhaus geschenkt bekommen hatte. Der Bundesfinanzhof korrigierte die Entscheidung.

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