Tipps

Ausweis. Beantragen Sie unbedingt einen Schwerbehindertenausweis, wenn Sie eine schwere und dauerhafte Beeinträch­tigung haben, auch wenn der Begriff „schwerbehindert“ abschreckend klingt. Der Ausweis ist die Voraussetzung für die meisten Leistungen und Hilfen. Sie bekommen ihn beim Versorgungsamt. Im Ausweis wird eingetragen, welchen Grad der Behinderung Sie haben. Ab einem Grad der Behinderung von 50 gelten Sie als schwerbehindert.

Zusätze. Achten Sie darauf, dass die für Sie wichtigen Zusätze im Schwerbehindertenausweis eingetragen werden. Diese brauchen Sie, wenn Sie bestimmte Leistungen nutzen wollen. Zum Beispiel ist ein Zusatz „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinde­rung) erforderlich, um einen Parkausweis fürs Auto zu bekommen.

Information. Viele Städte und Kreise informieren in Broschüren über Hilfen für körperlich und geistig behinderte Menschen. Fragen Sie danach, wenn Sie beim Versorgungsamt sind, oder lassen Sie sich die Infos zuschicken. Gute Informationen, besonders zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation, gibt es außerdem bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (Tel. 0 800/3 33 19 19, www.bfa.de). Eltern behinderter Kinder können sich auch beim Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte (Tel. 02 11/64 00 40, www.bvkm.de) informieren.

Beratung. Eine zentrale Beratungsstelle für alle Anliegen gibt es nicht. In der Regel gut informiert und fit in sozialrechtlichen Fragen sind der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK. Sie haben in allen Bundesländern Geschäftsstellen.

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