Behinderte Meldung

Ein Joystick statt Lenkrad und Gaspedal macht vielen Behinderten das Autofahren erst möglich.

Wenn Autofahrer ihren Wagen umrüsten müssen, weil sie behindert sind, können sie die Kosten sofort als außergewöhnliche Belastung absetzen. Das schreibt das Bayerische Landesamt für Steuern (Verfügung S 2284.1.1-2/6 St 32). Bisher mussten die Kosten auf die restliche Nutzungsdauer des Wagens verteilt werden. Für Neuwagen waren sie erst nach sechs Jahren abgeschrieben. Künftig gibt es die volle Steuerersparnis in dem Jahr, in dem die Ausgaben entstehen. Ist das Einkommen so gering, dass sich nur ein Teil auswirkt, kann beim Finanzamt aber auch die Verteilung auf mehrere Jahre beantragt werden.

Außergewöhnliche Belastungen wie Umrüstkosten lohnen sich in der Steuererklärung, soweit sie über der zumutbaren Belastung liegen, die jeder selbst tragen muss. Dieser Eigenanteil beträgt 1 bis 7 Prozent vom Gesamtbetrag der Einkünfte, den das Finanzamt im Steuerbescheid ausgerechnet hat. Hat ein kinderloses Ehepaar Einkünfte von 60 000 Euro, muss es bis zu 3 600 Euro (6 Prozent) selbst tragen. Erst Ausgaben darüber führen zur Steuerersparnis.

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