Schwerbehinderte dürfen ihre privaten Kfz-Kosten pauschal als außergewöhnliche Belastungen abrechnen. So kann zum Beispiel ein schwer Gehbehinderter für bis zu 15 000 Fahrkilometer im Jahr 30 Cent je Kilometer ansetzen.

Allerdings zieht davon das Finanzamt die zumutbare Belastung ab. Besonders Behinderte, die wenig fahren, haben deshalb oft nichts davon.

Das wollte sich ein Betroffener nicht gefallen lassen. Statt der pauschalen 1 800 Euro Kfz-Kosten wollte er die tatsächlichen Autokosten von 4  000 Euro anerkannt haben. Doch das lehnten auch die obersten Finanzrichter vom Bundesfinanzhof ab. Gegen eine pauschale Kfz-Abrechnung gebe es nicht einzuwenden (Az. III R 31/03).

Tipp: Das Urteil bringt Behinderten, die wenig mit dem Auto fahren, dennoch einen Vorteil. Sie sollten alle Belege für zusätzliche Fahrtkosten sammeln, etwa für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis. Diese können sie zusätzlich zu den Pauschbeträgen als außergewöhnliche Belastungen abrechnen, erläutern die BFH-Richter.

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