Behandlungskosten Meldung

Gesetzliche Krankenkassen zahlen nur, wenn die Behandlung zur Heilung notwendig ist.

Wenn ein Arzt weiß oder vermutet, dass die gesetzliche Krankenkasse Behandlungskosten nicht übernehmen wird, muss er seinen Patienten vorher darüber informieren. Die Kasse muss nur zahlen, wenn die Behandlung notwendig ist, um eine Krankheit zu heilen oder Beschwerden zu lindern. Darüber hinausgehende Therapien muss der Kranke selbst zahlen.

Verstößt der Arzt schuldhaft gegen diese Aufklärungspflicht, kann der Patient Anspruch auf Schadenersatz haben. Das entschied das Oberlandesgericht Stuttgart (Az. 14 U 90/01).

Eine Frau hatte nach einer Schönheits-OP unter anderem auf Rückzahlung des Honorars geklagt. Sie bekam nicht Recht. Der Arzt hatte korrekt über mögliche OP-Folgen aufgeklärt und ­Fettabsaugen sowie Narbenkorrektur sind keine Krankheitstherapie.

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