Behand­lungs­fehler Meldung

Trägt ein Zahn­arzt beim Beschleifen von Milchzähnen zu viel Material ab und entsteht dadurch eine ungleich­mäßige Oberfläche, hat er grob fehler­haft behandelt. Der Patient hat dann Anspruch auf Schmerzens­geld. So entschied kürzlich das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 26 U 3/17). Die Klägerin war in Behand­lung, weil mehrere ihrer bleibenden Zähne nicht angelegt waren. Auf Anraten ihrer Zahn­ärzte sollten die an ihrer Stelle vorhandenen Milchzähne so lange wie möglich erhalten bleiben und später durch Implantate ersetzt werden.

Schmerzens­geld wegen Behand­lungs­fehler

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Podcast: Erfolg­reich vorgehen bei Behand­lungs- und Pflege­fehlern.

Im Früh­jahr 2013 beschliff eine Zahn­ärztin die Milchzähne der damals minderjäh­rigen Klägerin, um die spätere implantologische Versorgung vorzubereiten. Danach waren die Milchzähne sehr temperatur­anfäl­lig. In kurzer Zeit bildete sich Karies. Die Klägerin bekam 2 000 Euro Schmerzens­geld.

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