Für eine miss­lungene Knie-Operation sprach das Ober­landes­gericht Brandenburg einem Mann 10 000 Euro Schmerzens­geld zu (Az. 12 U 222/15). Die Ärzte hatten ihm ein künst­liches Kniegelenk falsch einge­setzt. Er musste nach­operiert werden und kam erneut in die Reha, sodass sich die Behand­lung um neun Monate verlängerte. Auch später litt der Mann noch unter Schmerzen, konnte nicht mehr sicher gehen und stehen. Er litt unter Bewegungs­einschränkungen. Er wurde erwerbs­unfähig und musste sein Haus verkaufen. Deshalb hatte er 40 000 Euro Schmerzens­geld sowie Schaden­ersatz auch für künftige finanzielle Einbußen gefordert.

Das Gericht befand: Diese weitere Entwick­lung sei nicht eindeutig auf den Arzt­fehler zurück­zuführen. Es stehe nicht fest, dass der Patient diese Einschränkungen nicht hätte, wenn die Operation korrekt verlaufen wäre.

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