Penicillin: Wie es begann: Schimmelpilze gegen Bakterien

Behandlung mit Antibiotika Meldung

1928 entdeckt: Penicillinum notatum.

Es war ein Zufall, dass Alexander Fleming (1881 bis 1955) im Jahr 1928 das „Penicillin“ entdeckte. Eine seiner steril gehal­te­nen Bakterienkulturen wurde von den Sporen eines Schimmelpilzes befallen und mit einem Pilzgeflecht und seinen Fruchtkörpern überzogen: Überall dort, wo sich der Pilz ausbreitete, siedelten sich keine Bakterien an, und dort, wo bereits Bakterien vorhanden waren, gingen diese aufgrund des Pilzes zugrunde. Fleming nannte das Stoffwechselprodukt des Pilzes Penicillin. Er warnte übrigens schon früh vor dem Risiko der Resistenzbildung.

Produktion in Serie

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Entdeckte das Penicillin: Alexander Fleming

Als Anfang der 40er Jahre die Penicillinproduktion in Serie ging, war der Startschuss für den weltweiten Siegeszug der Antibiotika zur Therapie bakterieller Infektionen gefallen. Antibiotika waren die große pharmakologische Innovation des vergangenen Jahrhunderts gegen gefährliche bakterielle Erreger. Lungenentzündungen, Wundinfektionen und andere, oft tödlich verlaufende Erkran­kun­gen konnten mit Antibiotika geheilt werden. Lange wurde angenommen, dass dank der Vielzahl unterschiedlicher Antibiotika von bakteriellen Infektionen keine große Gefährdung mehr ausgeht. Europaweit wurden im Jahr 1999 insgesamt 13 200 Tonnen Antibiotika verbraucht: 8 500 Tonnen für humanmedizinische Zwecke und 4700 Tonnen in der Tierzucht – das hat auch negative Folgen.

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