Wenn die Wirkung verloren geht: Anfang vom Ende?

Entwicklung einer Resistenz: Mit dem Einsatz von Antibiotika ist immer die Gefahr einer Resistenzentwicklung verbunden. Sie wird beschleunigt durch einen breiten und ungezielten Einsatz der Mittel.

Ausgangspunkt: Eine Bakterienzelle unter 10 Millionen bis eine Milliarde Artgenossen ist üblicherweise gegenüber einem bestimmten Antibiotikum minderempfindlich und produziert gleichermaßen resistente Nachkommen. Diese Resistenz kann durch Weitergabe des Bakteriums von Mensch zu Mensch oder durch Veränderung der Erbinformation von Erreger zu Erreger übertragen werden. Resistente Bakterienstämme können entstehen. Antibiotika „versagen“. So verändert sich das Spektrum im Krankenhaus vorkommender Erreger mit steigender Geschwindigkeit. Dort kämpft man auch gegen multiresistente Keime wie Staphylococcus aureus.

Geschwindigkeit: Resistenzentwicklung ist abhängig vom Wirkprinzip des Antibiotikums und von der Häufigkeit seiner Anwendung. Gegenrezept: Antibiotika so wenig wie nötig und so gezielt wie möglich anwenden (siehe Tipps).

Nahrungskette: Noch nach acht Monaten waren in der Gülle von mit Antibiotika behandelten Schweinen Antibiotika nachweisbar, aber auch in oberen Bodenschichten biologisch gedüngter Felder. Feldsalat und Winterweizen können Antibiotika über die Wurzel aufnehmen – die Wirkstoffe gelangen in die Nahrungskette.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1837 Nutzer finden das hilfreich.