Wird ein befristeter Arbeitsvertrag verlängert, der nicht an ein bestimmtes Projekt gebunden und daher „sachgrundlos befristet“ ist, darf er nur ohne jede Änderung verlängert werden. Ansonsten können schon Kleinigkeiten dazu führen, dass der Arbeitnehmer ein Recht auf eine Festanstellung hat.

Das gilt vor allem für Arbeitszeiten und Entlohnung: Weichen sie vom ursprünglichen Vertrag ab, gilt das nicht als Verlängerung, sondern als unzulässiger Neuab­schluss. Im konkreten Fall war ein Arbeitnehmer zunächst für ein Jahr befristet beschäftigt. Bei der Verlängerung um ein Jahr wurde ein 50 Cent höherer Stundenlohn vereinbart. Das löste einen Anspruch auf Festanstellung aus, entschied das Bundesarbeitsgericht (Az. 7 AZR 12/06).

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