Befristete Sonder­abschreibung Meldung

Mangelware: Bezahl­bare Miet­wohnungen in Ballungs­zentren und Universitäts­städten.

Käufer und Bauherren neuer Miet­wohnungen können bis zu 35 Prozent der Baukosten als Sonder­abschreibung absetzen. Mit der Sonder­abschreibung will die Bundes­regierung den Bau bezahl­barer Miet­wohnungen ankurbeln. Die Regelung ist zunächst auf drei Jahre befristet. test.de sagt, wo sie gilt, und was gefördert wird.

Bau- und Anschaffungs­kosten können geltend gemacht werden

In den Jahren 2016, 2017 und 2018 soll es eine befristete Sonder­abschreibung für den Kauf und Bau neuer Miet­wohnungen geben. Konkret können im ersten und zweiten Jahr ­jeweils 10 Prozent der Bau- oder Anschaffungs­kosten (ohne Aufwendungen für Grund­stück und Außen­anlagen) steuerlich abge­setzt werden. Im dritten Jahr sind es 9 Prozent. Zusammen mit der jähr­lichen regulären Abschreibung von 2 Prozent ergibt das 35 Prozent in den ersten drei Jahren.

Nur in ausgewiesenen Fördergebieten

Die Sonder­abschreibung gilt nur für den Bau in ausgewiesenen Fördergebieten. Das sind Gemeinden mit Wohn­geld-Mieten­stufen IV bis VI (Miet­niveau 5 Prozent über Durch­schnitt), außerdem Städte und Gemeinden mit Kappungs­grenze oder Miet­preisbremse.

Tipp: In welchen Gemeinden die Miet­preisbremse gilt, und wo es abge­senkte Kappungs­grenzen gibt, verrät unser Special zur Mietpreisbremse.

Keine Luxus­wohnungen

Gefördert wird der Kauf oder Bau von Wohnungen und Häusern, wenn diese mindestens zehn Jahre zu Wohn­zwecken vermietet werden. Die Baukosten dürfen 3 000 Euro pro Quadrat­meter nicht über­steigen, wovon maximal 2 000 ­Euro gefördert werden.

Fristen für Bauantrag

Begüns­tigt werden nur Investitionen, für die ein Bauantrag zwischen Januar 2016 und Ende 2018 gestellt worden ist. Die Sonder­abschreibung ist letzt­malig im Jahr 2022 möglich.

Preise über Höchst­grenze

Käufer sollten aufpassen, dass der Makler den anteiligen Kauf­preis für das Grund­stück nicht zu hoch ansetzt, um die Gebäude­kosten unter die Fördergrenze von 3 000 Euro zu drücken. Das wird das Finanz­amt eventuell nicht anerkennen. Auch bei einem Verkauf an einen Eigennutzer vor Ablauf der zehn Jahre drohen Rück­forderungen.

Newsletter: Bleiben Sie auf dem Laufenden

Mit den Newslettern der Stiftung Warentest haben Sie die neuesten Nach­richten für Verbraucher immer im Blick. Sie haben die Möglich­keit, Newsletter aus verschiedenen Themen­gebieten auszuwählen test.de-Newsletter bestellen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 9 Nutzer finden das hilfreich.