Zeitarbeit für Arbeiter und Akademiker

845 000 Menschen haben im Jahr 2004 bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Sie haben dieselben Rechte wie alle anderen Arbeitnehmer.

Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma werden immer nur für einen bestimmten Zeitraum an eine Arbeitsstelle ausgeliehen. Ihre Arbeit hat nichts mit einem befristeten Arbeitsverhältnis zu tun. Denn sie sind in der Regel bei der Zeitarbeitsfirma unbefristet angestellt.

Die Vermittlungsfirma ist der Arbeitgeber. Sie verleiht ihre Leute lediglich auf Zeit an andere Unternehmen.

Die Zeitarbeitsfirma übernimmt alle üblichen Pflichten eines Arbeitgebers. Sie zahlt den Lohn und die Sozialabgaben, leistet Entgeltfortzahlung bei Krankheit und gewährt bezahlten Urlaub.

In der Regel gilt der „Entgelttarifvertrag Zeitarbeit“. Danach gibt es neun verschiedene Tariflöhne zwischen 7,02 Euro und 15,89 Euro pro Stunde. Die Arbeitszeit beträgt 35 Stunden pro Woche.

Je länger der Mitarbeiter im Unternehmen ist, desto mehr Urlaub bekommt er. Im ersten Jahr sind es 24 Tage, ab dem fünften Jahr 30 Tage.

Vom ungelernten Arbeiter bis zum Akademiker kann jeder Arbeitnehmer bei ­einer Zeitarbeitsfirma anheuern. Die Leih­dauer kann ganz unterschiedlich sein: Der kurzfristige Ersatz eines ausgefallenen Mitarbeiters ist ebenso möglich wie der ständige Einsatz für mehrere Jahre.

Immer wieder übernehmen Firmen Leiharbeiter, mit denen sie zufrieden sind. Sie zahlen der Zeitarbeitsfirma ­dafür häufig eine Ablösesumme.

Die Kündigung eines Zeitarbeitsvertrags läuft nach denselben Regeln wie die eines anderen Arbeitsvertrags.

Tipp: Weitere Informationen geben der Bundesverband Zeitarbeit (www.bza.de, Tel. 02 28/7 66 12-0) sowie der Interessenverband deutscher Zeitarbeitunternehmen (www.ig-zeitarbeit.de, ­Telefon 02 51/98 11 20).

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