Ein Kommis­sar­anwärter wurde aus dem Polizei­vorbereitungs­dienst entlassen, weil er falsche Angaben zu seinem Wohn­ort gemacht hatte, um höhere Fahrt­kosten erstattet zu bekommen. Sein Eilantrag gegen die Entlassung blieb ohne Erfolg. Der Mann wohnte zu Beginn seiner Ausbildung in Aachen und zog dann nach Köln, rechnete aber weiter Kosten für die Fahrt zwischen Aachen und der Dienst­stelle in Köln ab.

Die Entlassung des Beamten auf Widerruf sei nicht zu bean­standen, befand das Verwaltungs­gericht Aachen (Az. 1 L 981/17). Er habe mehr als 600 Euro erschlichen und seine Dienst­pflichten nach­haltig verletzt. Daraus könne geschlossen werden, dass er für eine spätere Ernennung zum Beamten auf Lebens­zeit charakterlich nicht geeignet sei. Weil der junge Mann erst die Hälfte des Vorbereitungs­dienstes absol­viert hatte, sei ihm zeit­nah eine berufliche Neuorientierung möglich. Gegen den Beschluss kann er Beschwerde beim Ober­verwaltungs­gericht Nord­rhein-West­falen einlegen.

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