Beamte haben jetzt wieder eine Chance, Beihilfe für alle ärztlich verordneten Medikamente zu bekommen. Das Verwaltungsgericht Göttingen hat die im Jahr 2004 beschlossene Beschränkung auf verschreibungspflichtige Arzneien für unwirksam erklärt (Az. 3 A 608/05, 3 A 58/05, 3 A 526/05).

Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass es nicht sein könne, dass der Staat von seinen Beamten verlange, alles zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit zu tun, sich aber nicht an den Kosten beteilige. Schließlich hätten Beamte, die ihre Genesung hinauszögern, indem sie sich verschriebene Medikamente nicht besorgen, mit disziplinarrechtlichen Maßnahmen bis hin zur Entlassung zu rechnen. Geklagt und recht bekommen haben drei Beamte. Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

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