Auch unverheiratete Beamte in Baden-Württemberg haben Anspruch auf Beihilfe für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zugunsten eines Beamten entschieden, der dafür rund 10 000 Euro ausgegeben hatte (Az. 4 S 1028/07). Das Besoldungsamt wollte die Beihilfe nicht ­zahlen, weil eine Verwaltungsvorschrift des Landes regele, dass in so einem Fall nur Verheiratete unterstützt würden. Das Gericht befand aber, dass Zeugungs­fähigkeit nicht nur für Eheleute eine notwendige Körperfunktion sei. Die ­Vorschrift sei unwirksam.

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