Beamer von Penny Schnelltest

Einen Beamer der Marke Epson bietet Penny seit Montag an. 299 Euro kostet das Gerät mit 600 mal 800 Bildpunkten Auflösung. test.de sagt, ob der Video-Projektor aus dem Sonderangebot taugt, um das Wohnzimmer ins Heimkino zu verwandeln.

Wenig Übersicht

Der Start macht eigentlich keine besonderen Schwierigkeiten. Die Schnellanleitung allerdings gilt für verschiedene Beamer-Modelle, die zum Teil mehr Knöpfe und Funktionen haben. Da leidet die Übersicht. Die Bedienungsanleitung gibts nur als Datei auf CD-Rom. Sie ist soweit in Ordnung, gilt aber ebenfalls auch für besser ausgestattete Geräte und ist daher nicht sonderlich übersichtlich. Ärgerlich: Das in der Penny-Werbung und auf der Packung als Zubehör versprochene USB-Kabel für die Übertragung der Cursorsteuerung fehlt. Einen HDMI-Anschluss gibts nicht. Der Penny-Beamer verarbeitet nur analoge Signale.

Wenig Flexibilität

Bei der Aufstellung ist der einfache Epson-Beamer aus dem Penny-Angebot wenig flexibel. Die Brennweite des Objektivs steht fest. Sie lässt sich nicht verstellen. Eingebaut ist nur ein Digitalzoom. Die Folge: Wer die Größe der Projektionsfläche über die Zoom-Funktion statt über die Entfernung des Projektors verändert, verschlechtert die Bildqualität. Auch der horizontale und vertikale Winkel zur Leinwand lässt sich nur unter Verlust von Bildqualität verstellen. Nur bei waagerechter Aufstellung rechtwinklig zur Projektionsfläche bringt der Projektor das für seine Verhältnisse optimale Bild.

Wenig Distanz

Außerdem beim Penny-Beamer zu beachten: Der Abstand zur Leinwand ist bei gleicher Bildgröße kleiner als bei den meisten anderen Projektoren. Schon bei zwei Metern Distanz wirft der Penny-Beamer ohne Zoom-Funktion 1,38 mal 1,05 Meter Bild an die Wand. Das ermöglicht einerseits den Einsatz auch in vergleichsweise kleinen Räumen. Andererseits steht der Beamer im Blickfeld der Zuschauer und stört so bei Lampenmodus „hoch“ durch unangenehmes Lüfterrauschen.

Wenig Auflösung

Der Sonderangebots-Beamer von Penny schafft eine Auflösung von nur 600 mal 800 Punkten. Damit ist von vorneherein klar: Bei der Projektion von großen Bilddateien, hochaufgelösten Videos von Blu-ray-Disks und HD-Fernsehen bleibt reichlich Schärfe auf der Strecke. Wird die Computer-Anzeige an die Wand gebeamt, erscheinen Buchstaben sehr unscharf, wenn der Computer auf einen Monitor mit höherer Auflösung eingestellt ist.

Wenig Höhe

Erfreulich stark schlägt sich der Penny-Beamer bei der Wiedergabe von DVD-Videos. Die Farben sind natürlich, Helligkeit und Kontrast hoch und die Schärfe trotz der geringen Auflösung ganz ordentlich. Allerdings: Die meisten DVD-Filme kommen im 16 : 10- oder 16 : 9-Format daher. Dadurch sinkt die Zahl der maximal verfügbaren Bildzeilen beim Penny-Beamer von 600 auf 500 oder 450 und es bleibt bei der Projektion von den meist in breiteren Formaten aufgenommenen Kinofilmen entsprechend viel Schärfe und Detailreichtum auf der Strecke.

Viel Verbrauch

Ärgerlich hoch ist schließlich der Stand-by-Verbrauch des Beamers von Penny. Über vier Watt zieht er aus der Steckdose. Ein Netzschalter fehlt, so dass nur konsequentes Steckerziehen oder die Benutzung einer schaltbaren Steckdose oder -leiste bleibt. Schwacher Trost: Der Stromverbrauch im Betrieb ist geringer als bei manch anderem Beamer.

Dieser Artikel ist hilfreich. 536 Nutzer finden das hilfreich.