Beamer von Penny Schnelltest

„Heiliger Beam Bam“, wirbt Penny seit Montag. Der Discounter verkauft einen Beamer für 299 Euro. Heimkino zu Weihnachten? Himmlischer Genuss? Der Schnelltest zeigt, ob das Gerät den Weihnachtsmann begeistern kann.

Einfaches Gerät ohne Zoom

299 Euro für einen Beamer, das ist billig. Die Modelle im letzten Vergleichstest kosteten 850 Euro und mehr. Penny bietet aber auch nur ein einfaches Gerät an. Ohne Zoomobjektiv, nicht für hochauflösendes Fernsehen. Der Optoma Digital Projektor ES520 projiziert sein Bild mit 800 x 600 Bildpunkten. Das Gerät taugt für Filme und Computersignale. Preisempfehlung des Herstellers: 399 Euro. Penny bleibt 100 Euro drunter.

Für Filme noch gut

Im Sehtest macht der Projektor einen ordentlichen Eindruck. Für Filme zumindest. Die Farben sind stimmig. Das Bild ist aber etwas unscharf. In hellen Bereichen erscheinen oft bunte Streifen. Dieser Regenbogeneffekt ist typisch für DLP-Projektoren. Es gibt allerdings Geräte, die verstecken ihn besser. Für Filme ist der Projektor von Penny insgesamt noch gut. Vorausgesetzt, der Weihnachtsmann erwartet kein hochauflösendes Fernsehen (HDTV).

Für PC nur annehmbar

Wer Fotos und detaillierte Grafiken projizieren will, wird vom Penny-Projektor eher enttäuscht: 800 mal 600 Bildpunkte sind für Computersignale kaum noch zeitgemäß. Die Auflösung lässt sich zwar am PC höher drehen, das kostet aber Qualität. Buchstaben sind dann schlecht lesbar. Die besten Ergebnisse erzielt der Penny-Projektor noch in seiner nativen Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkten. Für anspruchsvolle Computerpräsentationen reicht der Projektor aber nicht.

Besser im Dunkeln

In puncto Lautstärke und Stromverbrauch schlägt sich der Penny-Projektor ganz wacker. Das Gerät begnügt sich mit 185 bis 220 Watt. Der Lüfter säuselt moderat: 36 db(A) in einem halben Meter Entfernung. Das stört nicht groß. Selbst bei leisen Filmen. Deutlich lauter faucht der Lüfter im Lampenmodus hell. Der Projektor strahlt jetzt zwar heller, ist aber auch fast so doppelt so laut wie im Standardmodus. Dazu kommt ein störendes Sirren. Tipp für alle Freunde des gepflegten Heimkinogenusses: Wohnzimmer abdunkeln und Standardmodus wählen. Platz braucht der Penny-Projektor übrigens auch. Da das Gerät kein Zoomobjektiv hat, muss der Projektor hin- und hergeschoben werden, um das Bild größer oder kleiner zu machen. Recht irdisch eben.

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