Beamer von Norma Schnelltest

Beamer sind eine Alternative zum Fernseher. Nur sind sie häufig viel teurer als TV-Geräte. Norma macht ab kommenden Mittwoch, 27. September, ein attraktives Angebot für Beamer-Einsteiger. Der Discounter bietet für 599 Euro einen Markenprojektor von NEC an. Das Datenblatt verspricht einen lichtstarken, leisen und hochauflösenden Beamer. Wenn der Projektor das Versprechen hält, wartet bei Norma ein echtes Schnäppchen. Bereits Ende März bot Norma das gleiche Gerät an. test.de hatte das Angebot im Schnelltest.

Scart-Adapter fehlt

Manchmal ziehen die Hersteller den Unmut der Kunden auf sich, weil sie beim Zubehör geizen. Das Gerät hat keinen Scartanschluss und NEC hat auch keinen Adapter beigelegt. Den Kunden bleibt somit nur der Griff in die heimische Kabel- und Adapterkiste oder der Gang zum nächsten Elektronikgeschäft. Erst dann können sie das Gerät an einen DVD-Spieler anschließen und eine gute Bildqualität erhalten. Beim Blick auf das Handbuch kriegen manche wahrscheinlich erneut eine Krise: Die Anleitung existiert nur in digitaler Form auf einer CD. Ohne Computer kein Handbuch. Lediglich eine Kurzanleitung gibts in Papierform.

Starkes Licht

Erst einmal angeschlossen können sich Norma-Kunden freuen. Der Beamer ist sehr leise - kein Brummen oder Rauschen stört das Kinoerlebnis. Das ist gerade bei billigen Geräten selten der Fall. Weiterhin fällt positiv auf, dass das NEC-Gerät eine recht üppige Lichtstärke hat. Die angegebenen 1 600 Ansi-Lumen erreicht er im Normalbetrieb zwar nicht, die von den Testern gemessenen 930 Lumen sind aber ein sehr ordentlicher Wert. Die Lichtstärke reicht aus, um auch im Halbdunkeln Filme oder Fernsehen zu gucken. Auch der Kontrast kann sich sehen lassen. Allerdings reduzieren sich unter realistischen Messbedingungen die angebenen 600:1 auf 460:1.

Geringe Auflösung

Wenn es zu der Bildqualität kommt, schwächelt der Beamer allerdings. Die von NEC angegebene Pixelzahl von 800 x 600 ist im Vergleich zu anderen aktuellen Geräten am unteren Ende der Skala. Die gemessene Auflösung ist nur befriedigend. Das bedeutet: Der Zuschauer sieht das Bild etwas gerastert. Besonders ärgerlich ist dabei der „Screen-Door-Effekt“. Zwischen den einzelnen Pixeln sehen Zuschauer dünne schwarze Ränder, sodass die Rasterung noch deutlicher hervorgehoben wird.

Von wegen 1 080

Irreführend und zudem falsch ist die Angabe „HDTV Auflösung 1 080i bei 50 und 60 Hertz“. Das Gerät verfügt nicht über eine solch hohe Auflösung, was schon aus der geringen Pixelzahl folgt. Des Weiteren könnten Signale mit 1 080i beim NEC nur über den analogen Eingang eingespeist werden. Bleibt die Frage, woher diese Signale kommen sollen. Von Blu-Ray- oder HD-DVD-Playern jedenfalls nicht, denn die Filme sind kopiergeschützt und nur über den digitalen Ausgang des Players abspielbar.

Dunkle Fernbedienung

Die Fernbedienung hat einen entscheidenden Haken. Norma-Kunden können sie im Dunkeln nicht benutzen, weil sie nicht beleuchtet ist. Auch etwas unpraktisch bei der Handhabung ist der digitale Zoom. Er lässt sich nur über Knöpfe am Gerät einstellen und nicht - wie bei optischen Zoom - am Objektiv selbst. Noch ein Pluspunkt zum Schluss: die Tragetasche. Da das Gerät nur 2,8 Kilogramm wiegt, können Norma-Kunden es bequem mobil benutzen.

test-Kommentar: Einsteigermodell
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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