Bildwand: Welche Leinwand für welchen Zweck?

Fürs Heimkino genügt die weiß getünchte Wand – meistens.

Mattweiße Leinwand: Hauptsächlich für unsere Sehtests benutzt. Das ist eine gute Standardlösung, insbesondere für das stark verdunkelte Heimkino. Bei einer solchen Bildwand macht es auch nichts aus, wenn mehrere nebenein­an­der sitzen – alle bekommen gleich gute Bilder geliefert.

Reflektierende Bildwän­de: Sie bieten auch dann gute Bilder, wenn der Raum nicht vollständig verdunkelt ist. Nachteil: Der Betrachtungswinkel wird kleiner. Solche Bildwände sind sinnvoll, wenn der Projektor oberhalb der Zuschauer montiert ist. So wird das Bild wie von einem Spiegel direkt auf die Zu­schauer reflektiert.

Retroreflektierende Bild­wände: Reflektieren das Projektorlicht in die Richtung, aus der es kommt. Sie sind un­geeignet für über Kopf montierte Projektoren. Das Gerät sollte auf der gleichen Höhe sein wie die Köpfe der Zuschauer. Ihr Bildwinkel ist noch kleiner als der der spiegelnd reflektierenden Leinwand. Dafür sind sie auch bei Tageslicht verwendbar.

In unseren Tests stellten wir, wenn überhaupt, nur marginale Einflüsse der Leinwand auf die Farbwiedergabe fest. Um das zu unterstrei­chen, haben wir einen weiteren Versuch gemacht: Ein tapeziertes Brett wurde mit handelsüblicher Wandfarbe (Alpinaweiß) gestrichen. Die Bildqualität über diese Bildwand war nur einen Hauch weniger brillant als über die handelsübliche weiße Leinwand für rund 200 Euro. Fürs Heimkino reicht eine frisch gestrichene glatte Wand also auch aus.

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