Beamer Test

Die Vorteile von digitalen Videoprojekten liegen auf der Hand: Sie sind leicht, tragbar und einige kosten unter 1 000 Euro. Außerdem projizieren sie große Bilder und sind multimedial einsetzbar: Fotos gucken, Fernsehen, Videos und DVDs schauen oder Computergrafiken an die Wand werfen - all das kann ein Beamer. Stiftung Warentest hat 13 digitale Videoprojektoren getestet: Nur einer bewältigt alle Disziplinen gut.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Beamer

Auch für zu Hause

Fast jeder begegnet Beamern im Alltag: Sie hängen in Fußballkneipen an der Decke, Weltenbummler machen damit öffentliche Dia-Shows, in Vorträgen an der Uni, auf der Arbeit oder im Weiterbildungskurs werfen die Referenten ihre Power-Point-Präsentation an die Wand und Kulturzentren veranstalten mit Beamern einen Video-Abend. Die Preise für digitale Videoprojektoren fielen in den letzten Jahren so stark, dass sie nun auch für Privatnutzer interessant sind. Beispiel: Der „Gut“ getestete Hitachi CP-S 210 kostet unter 1 000 Euro. Ein Beamer von Real für 999 Euro, den Stiftung Warentest im Schnelltest untersucht hat, konnte nicht mithalten.

Spezialisten für Filme

Doch Käufer sollten sich gut überlegen, wo sie den Beamer einsetzen. Der Hitachi CP-S 210 schwächelt leicht, wenn er Fernseh-, Video- oder DVD-Bilder an die Wand wirft. Wer ausschließlich Filme mit dem Projektor schauen will, kauft sich am besten einen Filmbeamer. Stiftung Warentest hat zwei solche Geräte mit den getesteten Multi-Media-Projektoren verglichen. Hitachi PJ-TX 10 und Toshiba TLP-ET1 kosten zirka 1 500 Euro. Ergebnis: In der entscheidenden Funktion, dem Projizieren von Filmen, waren sie besser als der Testsieger Panasonic PT-AE 500 E.

Alleskönner

Doch der Testsieger zeigt gute Bilder bei allen Anwendungen - und nicht nur er: Bei Computergrafiken, Fotos, Filmen und Computerspielen schaffen auch Sanyo PLV-Z 2 für 2 080 Euro, Sharp PG-B 10 S für 1 080 Euro und InFocus Screenplay 4800 für 1 630 Euro gute Bilder. Epson EMP-54 für 2 160 Euro stellt Computergrafiken sogar sehr gut dar, wie auch der Mitsubishi XL 4 U für 1 900 Euro. Dieser Beamer zeigte auch Fotos sehr gut. Insgesamt kam er aber trotzdem nur auf ein „Befriedigend“. Grund: Er besitzt keinen stromsparenden Netzschalter.

Teure Lampen

Eine Überraschung können Besitzer von Beamern erleben, wenn die Projektionslampe ersetzt werden muss. Das passiert laut Anbieter nach 1 500 bis 4 000 Stunden - und geht dann richtig ins Geld. Allerdings gibts hier riesige Preisunterschiede: Eine neue Lampe für den InFocus Screenplay 4800 kostet 254 Euro und ist nach 3 000 Stunden fällig. Dem BenQ PB 8220 geht nach Angaben des Herstellers schon nach 2 000 Stunden das Licht aus. Für eine neue Lampe bezahlt der Kunde dann aber mehr als doppelt so viel: 550 Euro werden fällig.

Die Maus sieht rot

Eine praktische Funktion bieten BenQ PB 8220, Canon LV-5210 und Liesegang PrimeTime. Bei PC-Grafikdarstellungen wird der Mauszeiger über die Projektionsfernbedienung angesprochen. Dazu schließt der Referent den Computer per USB-Kabel an den Projektor an. Der Vortragende muss dann während seiner Präsentation nicht am Computer stehen: Er dirigiert den Zeiger ganz einfach mit der Beamer-Fernbedienung.

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