Viele Bauverträge enthalten unzulässige Klauseln, die Bauherren erheblich benachteiligen und deshalb unwirksam sind. Nach einer Untersuchung des Bauherren-Schutzbundes (BSB) sind besonders oft die Zahlungspläne nicht in Ordnung.

Zwei Drittel der Verträge verlangten vom Bauherrn Vorauszahlungen, die sich nicht am Baufortschritt orientieren. 41 Prozent sahen zu kurze Zahlungsfristen vor.

Unzulässig sind auch Klauseln, nach denen ein Bauherr die Baustelle nur mit Genehmigung betreten darf. Die Baufirma darf sich auch nicht vorbehalten, den Vertrag einseitig zu ändern.

Seit 2004 hat der BSB mehr als 160 Vertragsklauseln abgemahnt und viele Baufirmen verklagt. Eine Auswahl der Klauseln steht unter
www.bsb-ev.de/bsb_aktuell.

Tipp: Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor der Unterschrift von unabhängigen Experten überprüfen, zum Beispiel einer Verbraucherzentrale, dem Bau­herren-Schutzbund oder dem Verband Privater Bauherren.

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