Bauvertrag Meldung

Eine Klausel im Bauvertrag, nach der ein Bauträger ohne triftigen Grund von der vereinbarten Bauausführung abweichen darf, ist nach einem Urteil des ­Bundesgerichtshofs unwirksam (Az. VII ZR 200/04).

Vor Gericht hatten sich die Käufer sanierter Eigentumswohnungen mit dem Bauträger um die Fenster im ­Treppenhaus gestritten. Laut Baubeschreibung waren dort zweiflüglige Fenster mit Kreuzstock vorgesehen. Als es damit Schwierigkeiten gab, hatte die Firma einflüglige Fenster ohne Kreuzstock eingebaut. Sie berief sich auf folgende Vertragsklausel: „Änderungen der Bau­ausführung, der Material- bzw. Baustoffauswahl, soweit sie gleichwertig sind, bleiben vorbehalten.“

Ein so großer Spielraum sei für den Kunden unzumut­bar, begründete der Bundesgerichtshof die Entschei­dung. Die Baufirma muss 19 000 Euro Schadenersatz für den Austausch der Fenster zahlen.

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