Stellt ein Bauunternehmer eine Immobilie nicht fristgerecht fertig, muss er innerhalb von einer Woche einen Plan vorlegen, wann die Arbeiten beendet sein werden. Dies urteilte das Oberlandesgericht Hamm (Az. 24 U 150/04).

Der Käufer einer Eigentumswohnung hatte dem Unternehmen eine letzte Frist zur Fertigstellung ­seiner Wohnung gestellt, nachdem der ursprünglich vereinbarte Termin bereits um Monate überschritten war. Als die Frist nicht eingehalten wurde, trat der Käufer vom Vertrag zurück.

Der Bauträger forderte daraufhin Schadenersatz, weil er die Immobilie nicht zum vereinbarten Herstellungspreis weiterverkaufen könne. Die Klage hatte jedoch keinen Erfolg.

Das Gericht stellte klar: Bei Verzug muss das Bauunternehmen innerhalb einer Woche detailliert angeben, wann die Arbeiten ­abgeschlossen sein werden.

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