Bauträgervertrag Meldung

Bauträger ­dürfen erst nach Beginn der Erdarbeiten Geld fordern.

Verstößt der Zahlungsplan im Vertrag mit dem Bauträger gegen die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV), muss der Hauskäufer keine Abschlagszahlungen leisten. Der Kaufpreis wird dann erst nach der Fertigstellung und Abnahme des Baus fällig. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VII ZR 268/05).

Laut Vertrag sollte der Käufer den Kaufpreis in neun Teilbeträgen zahlen, die erste Rate ohne Gegenleistung bereits 14 Tage nach Vertragsschluss. Die MaBV erlaubt aber höchstens sieben Teilzahlungen, und die müssen sich am Baufortschritt orientieren. Die erste Rate darf der Bauträger erst nach Beginn der Erdarbeiten verlangen.

Ist der Zahlungsplan nichtig, kann der Käufer geleistete Zahlungen allerdings nicht komplett zurückfordern. Er hat nur Anspruch auf die Beträge, die gegenüber einem korrekten Zahlungsplan zu hoch waren.

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