Bauspar­vertrag: Top-Tarife zum Bauen und Modernisieren

Bauspar­vertrag - Top-Tarife zum Bauen und Modernisieren

Erst sparen, dann bauen: Ein Bauspar­vertrag kombiniert einen Sparplan mit einem Immobilien­kredit.

Für eine Modernisierung oder als Teil einer künftigen Haus­finanzierung kann sich Bausparen auch heute noch lohnen. Wir haben für fünf Modell­fälle die besten Tarife ermittelt.

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Test Bauspar­vertrag Finanztest 07/2021
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Bauspar­vertrag als Finanzierungs­baustein

Die Bausparkassen zahlen fast keine Sparzinsen mehr. Sie verlangen hohe Abschluss- und Jahres­gebühren. Und ihre Bauspardarlehen sind derzeit meist teurer als ein Kredit von der Bank. Von den scheinbar unattraktiven Konditionen sollten sich Sparer aber nicht täuschen lassen: Bausparen kann sich trotzdem lohnen – nicht als Spar­vertrag, aber als Baustein einer künftigen Baufinanzierung.

Bauspar­verträge im Vergleich – das bietet unser Test

  •  Die besten Tarife für fünf Modell­fälle. Die Immobilien­experten der Stiftung Warentest haben aus mehr als 200 Tarifen und Tarif­varianten die jeweils zehn besten Bausparlösungen für fünf Modell­fälle ermittelt – für Sparer, die in acht oder zehn Jahren einen Immobilienkauf planen ebenso wie für Haus­eigentümer, die ihre Immobilie in vier oder sechs Jahren modernisieren wollen. Für jede Top-Ten-Tarif­variante können Sie die wesentlichen Tarifmerkmale abrufen – etwa Zins­sätze, Gebühren, Mindest­spar­guthaben und Regelsparbeitrag.
  • Hintergrund und Tipps. Unsere Grafiken zeigen anschaulich, wie ein Bauspar­vertrag in der Spar- und Darlehens­phase funk­tioniert und wie lange Sie je nach Tarif mindestens sparen müssen, bevor der Bauspar­vertrag zugeteilt wird. Mithilfe unserer Tipps können sich Sparer vor teuren und unge­eigneten Bauspar­verträgen schützen.
  • Bausparen oder Bank­darlehen? Wir zeigen an einem Beispiel, dass sich Bausparen auch dann lohnen kann, wenn die Zinsen für Immobilien­kredite der Banken so nied­rig bleiben wie heute.
  • Heft­artikel. Wenn Sie den Artikel frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Bauspartest aus Finanztest 7/2021 mit den ausführ­lichen Test­tabellen.

Bausparen bietet Vorteile

Ein Bauspar­vertrag hat eine Reihe von Vorteilen, die kein anderes Finanz­produkt bietet:

Zins­sicherheit. Der Zins­satz für das Bauspardarlehen steht heute schon fest – auch wenn Kunden das Geld erst in sieben oder zehn Jahren abrufen. Damit ist dieser Teil der Finan­zierung unabhängig davon, wie sich die Zinsen am Kapitalmarkt entwickeln.

Güns­tigeres Bank­darlehen. Selbst wenn die Zinsen so nied­rig bleiben wie heute, ist es oft besser, ein Bank- und ein Bauspardarlehen richtig zu mischen, statt alles über die Bank zu finanzieren. Denn ein Bauspar­vertrag verschafft Immobilienkäufern einen oft unterschätzten Vorteil: Sie brauchen weniger Geld von einer Bank. Schaffen sie es, den Bank­kredit mithilfe eines Bauspardarlehens unter 80 oder sogar 60 Prozent des Immobilien­werts zu drücken, bekommen sie fast immer einen besseren Zins­satz. Rechnet man diesen Zins­vorteil mit ein, kann sich ein Bauspar­vertrag sogar bei dauer­haft nied­rigen Zinsen lohnen.

Geld vom Staat. Seit Anfang des Jahres gelten für die Wohnungs­bauprämie höhere Einkommens­grenzen und Förderbeträge. Dadurch profitieren viel mehr Bauspare­rinnen und Bausparer als bisher davon.

Güns­tige Kleindarlehen. Banken verlangen für Hypothekendarlehen unter 50 000 Euro oft happige Zins­aufschläge. Der Zins­satz für das Bauspardarlehen gilt dagegen auch für kleine Kreditsummen. Das ist vor allem beim Modernisieren ein Vorteil.

Sondertilgungen. Bei Bauspardarlehen sind beliebig hohe Sondertilgungen oder eine komplette Rück­zahlung jeder­zeit möglich. Das ist bei Bank­darlehen gar nicht, nur begrenzt oder nur gegen Zins­aufschlag erlaubt.

Mit dem Bauspar­rechner zum güns­tigsten Tarif

Bauspar­rechner. Der Vergleich von Bausparkassen kann einfach sein: Der Tarifrechner der Stiftung Warentest vergleicht für Sie die Tarife aller deutschen Bausparkassen – nach Ihren Vorgaben für Ihren persönlichen Bedarf.

Glossar. Auf den Rechnerseiten finden Sie außerdem ein umfang­reiches Glossar zum Bausparen mit über 40 Stichwörtern – von „Abschluss­gebühr“ bis „Zwischen­finanzierung“.

Bausparkassen im Vergleich

Die Vorteile lassen sich aber nur verwirk­lichen mit einem güns­tigen Tarif, der zum Sparziel passt und auf die eigenen finanziellen Möglich­keiten abge­stimmt ist. Der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt: Einen Tarif, der für alle optimal ist, gibt es nicht. In den fünf getesteten Modell­fällen stehen unterschiedliche Tarife in den Top Ten der güns­tigsten Bausparlösungen. Und auch die Reihen­folge der güns­tigsten Anbieter ändert sich von Fall zu Fall. Die drei Spitzenplätze in den Modell­fällen machen allerdings nur vier Bausparkassen weit­gehend unter sich aus.

Bauspar­vertrag abschließen: Regeln bei der Auswahl beachten

Der vielleicht größte Nachteil: Bausparen ist so komplex, dass selbst Beratern der Bausparkassen oft der Durch­blick fehlt. In unserem Praxis­test empfahlen sie reihen­weise ungüns­tige Tarif­varianten, über­höhte Bausparsummen, Sparpläne mit viel zu hoher Ansparung und Darlehen mit Monats­raten, die sich kaum jemand leisten kann (Beratung Bausparen: Viele Bausparkassen fallen im Test durch).

Die gute Nach­richt: Es gibt einfache Regeln, die vor teuren und unge­eigneten Bausparplänen schützen:

Pünkt­liche Zuteilung. Besonders wichtig ist das richtige Timing. Ein guter Vertrag ist so justiert, dass die Bausparsumme voraus­sicht­lich pünkt­lich für die geplante Finanzierung zur Verfügung steht. Sonst müssen Sparer ihre Pläne verschieben oder die Warte­zeit bis zur Zuteilung mit einem Zwischen­kredit über­brücken. Wenige Monate sind kein Problem. Doch oft verkaufen Bausparkassen Produkte mit aufgeblähten Bausparsummen. Das Problem dabei: Wird der Bauspar­vertrag erst viele Jahre nach dem Wunsch­termin zuteilungs­reif, kann ein Zwischen­kredit extrem teuer werden.

Regelsparbeitrag beachten. Fast alle Tarifbedingungen verpflichten dazu, einen festen monatlichen Regelsparbeitrag zu zahlen. Bausparkassen empfehlen aber oft Verträge mit viel höheren oder nied­rigeren Raten. Vorsicht: Solche Sparpläne sind in aller Regel unver­bindlich. Höhere Zahlungen als die Regelrate kann die Kasse jeder­zeit ablehnen. Sind die Raten kleiner, darf sie Nach­zahlungen fordern und kündigen, falls Kunden das ablehnen (Sparbeitrag). Es ist ratsam, daher nur Sparpläne mit dem Regelsparbeitrag zu akzeptieren.

Nicht zu viel sparen. Es ist wichtig, nicht übers Ziel hinaus­zuschießen. Sieht ein Bauspar­angebot vor, bis zur Zuteilung weit mehr als das Mindest­guthaben zu sparen, ist das doppelt schlecht. Dann ist nicht nur unnötig viel Geld zu Mikrozinsen angelegt, sondern der Darlehens­anspruch verringert sich auch noch. Dieser ergibt sich bei fast allen Tarifen aus der Differenz aus Bausparsumme und Guthaben.

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