Bauspar­förderung: Von Spar­zulage bis Wohn-Riester

Bausparer profitieren nicht nur von der Wohnungs­bauprämie. Unter bestimmten Voraus­setzungen bekommen sie auch Arbeitnehmer-Spar­zulagen oder Riester-Zulagen.

Arbeitnehmer-Spar­zulage

Fließen vermögens­wirk­same Leistungen (VL) des Arbeit­gebers auf den Bauspar­vertrag, können Bausparer mit nied­rigem Einkommen eine Arbeitnehmer-Spar­zulage beantragen. Sie beträgt 9 Prozent auf jähr­liche VL von maximal 470 Euro, höchs­tens also 43 Euro im Jahr. Das zu versteuernde Jahres­einkommen darf allerdings 17 900 Euro bei Allein­stehenden und 35 800 Euro bei Ehepaaren nicht über­steigen.

Riester-Zulagen für Bausparer

Schließen Sparer einen Riester-Bauspar­vertrag ab, können sie für ihre Sparbeiträge und die Tilgung ihres Darlehens Zulagen erhalten. Das sind im Jahr bis zu 175 Euro Grund­zulage plus 300 Euro pro Kind (185 Euro für vor 2008 geborene Kinder). Für volle Zulagen müssen sie im Jahr 4 Prozent ihres renten­versicherungs­pflichtigen Brutto­einkommens des Vorjahres abzüglich Zulagen einzahlen. Mehr als 2 100 Euro sind aber nicht nötig.

Jeder Förderberechtigte kann außerdem Riester-Beiträge bis zu 2 100 Euro im Jahr steuerlich als Sonder­ausgaben absetzen. Die Zulagen werden aber auf die mögliche Steuerersparnis ange­rechnet.

Für die Riester-Förderung gelten strengere Auflagen als für die Wohnungs­bauprämie: Den Vertrag dürfen Bausparer nur für den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie, deren Entschuldung oder einen alters­gerechten Umbau einsetzen. Außerdem müssen sie die geförderten Spar- und Tilgungs­leistungen im Renten­alter versteuern – zuzüglich einer fiktiven Verzinsung von 2 Prozent im Jahr.

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