Glossar

Abschluss­gebühr

Die Abschluss­gebühr für den Bauspar­vertrag beträgt 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme. Ausnahme: Beim Onlinetarif MaxDirekt F der Bausparkasse Mainz beträgt die Abschluss­gebühr 100 Euro. Die Gebühr wird vom Bausparer entweder extra gezahlt oder mit den Sparraten verrechnet.

Bauspardarlehen

Die Höhe des Darlehens ergibt sich meist aus der Differenz zwischen Bauspar­guthaben und Bausparsumme. Es gibt aber auch Tarife mit festem Darlehens­anspruch von 50 oder 60 Prozent der Bausparsumme. Der Zins­satz beträgt meist 1,95 bis 3,75 Prozent, die Lauf­zeit je nach Tilgungs­beitrag 7 bis 15 Jahre. Bauspardarlehen dürfen nur für wohnungs­wirt­schaftliche Zwecke einge­setzt werden.

Bausparsumme

Die Bausparsumme – Guthaben und Darlehen – wird ausgezahlt, wenn der Vertrag die Zuteilungs­voraus­setzungen (Mindest­guthaben und Zielbe­wertungs­zahl) erfüllt. Ihre Höhe wird im Vertrag vereinbart. Von der Bausparsumme hängen Abschluss­gebühr, Mindest­guthaben und Tilgungs­rate ab.

Bewertungs­zahl 

Die Kenn­ziffer für die Spar­leistung, von der die Zuteilung und oft auch die Darlehens­konditionen abhängen, wird an mehreren Stich­tagen im Jahr – meist monatlich oder vierteljähr­lich – von der Bausparkasse ermittelt. Zu den Stich­tagen legen die Kassen auch die Zielbe­wertungs­zahl fest, die ein Bauspar­vertrag vor der Zuteilung mindestens erreichen muss.

Gutha­benzins

Er beträgt meist 0,1 bis 1,0 Prozent. Bei einigen Bausparkassen erhalten Bausparer rück­wirkend einen Zins­bonus, wenn sie nach der Zuteilung auf ein Darlehen verzichten.

Mehr­zuteilung

Bei Tarifen mit Mehr­zuteilung kann der Bausparer ein höheres Bauspardarlehen wählen und sich so mehr als die Bausparsumme auszahlen lassen. Dafür zahlt er einen höheren Tilgungs­beitrag, muss das Darlehen also schneller zurück­zahlen. Eine Mehr­zuteilung ist meist an die Zustimmung der Bausparkasse gebunden.

Mindest­guthaben

Vor der Zuteilung des Vertrags muss der Bausparer je nach Tarif 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme ansparen. Es gibt aber auch Tarife ohne festes Mindest­guthaben.

Regelsparbeitrag

Monatlicher Sparbeitrag von meist 3 bis 5 Promille der Bausparsumme, zu dem sich der Bausparer verpflichtet. Zahlungen ober­halb des Regelspar­beitrags sind in der Regel an die Zustimmung der Bausparkasse gebunden.

Tilgungs­beitrag

Die Rate, die der Bausparer monatlich für Zins und Tilgung des Bauspardarlehens aufbringen muss. Sie beträgt meist 4 bis 8 Promille der Bausparsumme. Bei vielen Tarifen kann der Bausparer zwischen verschieden hohen Tilgungs­beiträgen wählen.

Wahl­zuteilung

In einigen Tarifen kann der Bausparer nach einer Frist von beispiels­weise zwei Jahren jeder­zeit die Zuteilung beantragen. Eine frühe Zuteilung wird stets mit Nach­teilen erkauft. Beispiels­weise kann das Bauspardarlehen nied­riger oder der Tilgungs­beitrag höher ausfallen als bei Normal­zuteilung. Eine Wahl­zuteilung kann von der Zustimmung der Bausparkasse abhängen.

Zuteilung

Zeit­punkt, ab dem die Bausparkasse die Bausparsumme zur Auszahlung bereithält – meist zwei bis fünf Monate nach dem Stichtag, an dem der Kunde Mindest­guthaben und Zielbe­wertungs­zahl erreicht. Nimmt der Kunde die Zuteilung nicht an, läuft der Vertrag weiter. Die Rechte aus der Zuteilung kann er jeder­zeit geltend machen. Bausparkassen dürfen keinen festen Zuteilungs­termin zusagen, weil dieser von der Geschäfts­entwick­lung abhängt.

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