Bausparen für Modernisierung Test

Drei Viertel der Häuser in Deutsch­land sind mehr als 30 Jahre alt. Für die Modernisierung geben Eigentümer 130 Milliarden Euro im Jahr aus.

Mit einem Bauspar­vertrag sichern sich Haus­besitzer schon Jahre im Voraus einen güns­tigen Kredit für ihre Modernisierung. Die neuen Tarife der Bausparkassen sind dafür attraktiver denn je. Das zeigt der aktuelle Finanztest-Vergleich für Haus­eigentümer, die ihre Modernisierung in vier bis acht Jahren planen. Für drei Modell­fälle haben wir von 16 Bausparkassen Angebote einge­holt. Unsere Tabellen zeigen, welche davon im Vergleich zur Finanzierung über eine Bank am besten abschneiden.

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TestBausparen für ModernisierungFinanztest 07/2016
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Am Haus ist immer etwas zu tun

Ob Fassaden­anstrich, ein modernes Bad, ein neuer Heizkessel oder der Austausch der undichten Fenster: An einem Haus gibt es fast immer etwas zu tun. Und Eigentümer sind gut beraten, recht­zeitig Reserven für Modernisierungs- und Instandset­zungs­arbeiten zu bilden. Die beliebteste Variante ist ein Bauspar­vertrag. Mit regel­mäßigen Sparraten legt der Sparer den finanziellen Grund­stock. Wenn die Bausparsumme nach einigen Jahren zugeteilt wird, stehen ihm für die Modernisierung das angesparte Guthaben und ein üblicher­weise mindestens ebenso hohes Darlehen zur Verfügung.

Güns­tigere Darlehen – aber kaum noch Sparzinsen

Ihre Tarife haben die Bausparkassen in den vergangenen Jahren stark verändert: Sie bieten immer güns­tigere Darlehen, zahlen aber kaum noch Zinsen auf das Guthaben. Als reiner Spar­vertrag lohnt sich Bausparen daher immer weniger. In Kombination mit dem Darlehen sind die Tarife aber für Eigentümer noch attraktiver geworden.

Drei Modell­fälle – drei Testsieger

Finanztest hat anhand von drei Modell­fällen die güns­tigsten Bauspar­angebote für Immobilien­eigentümer ermittelt, die in vier bis acht Jahren modernisieren wollen. Einen eindeutigen Testsieger für alle drei Fälle gibt es nicht. Welcher Tarif am besten ist, hängt von den Zielen des Sparers ab, vor allem von Spar­zeit und Finanzierungs­summe. In den Modell­fällen liegt jedes Mal eine andere Bausparkasse vorn.

Fünf Plus­punkte für Bausparer

Ein passender Bauspar­vertrag bietet Haus­eigentümern für ihre geplante Modernisierung hand­feste Vorteile:

  • Zins­versicherung. Der Zins­satz von meist 2 bis 3 Prozent für das Bauspardarlehen steht heute schon fest. Wie viel Zinsen Haus­eigentümer in ein paar Jahren für den Modernisierungs­kredit einer Bank zahlen müssen, hängt dagegen von der unsicheren Zins­entwick­lung am Kapitalmarkt ab.
  • Keine Zins­aufschläge. Der Zins­satz für das Bauspardarlehen gilt auch für kleine Kredite. Banken verlangen dagegen oft hohe Zins­aufschläge von Kunden, die weniger als 30 000 oder 50 000 Euro brauchen.
  • Nach­rangdarlehen. Anders als viele Banken berechnen Bausparkassen keinen Aufschlag, wenn das Grund­stück schon durch einen anderen Kredit belastet ist, der im Grund­buch an erster Stelle einge­tragen ist.
  • Blankodarlehen. Kredite bis zu 30 000 Euro vergeben Bausparkassen meist als Blankodarlehen ohne Grund­buch­absicherung. Das spart Notar- und Grund­buch­kosten.
  • Staatliche Förderung. Wer nicht zu viel verdient, bekommt auf seine Bausparbeiträge staatliche Wohnungs­bauprämien.

Vertrag muss passen

Ein güns­tiger Tarif allein macht noch keinen guten Bauspar­vertrag aus. Entscheidend ist, dass Bausparsumme, Sparraten und eine eventuelle Einmalzahlung zu Vertrags­beginn auf die Ziele und finanziellen Möglich­keiten des Bausparers abge­stimmt sind. Die für den Bausparer optimale Lösung kann sich je nach Tarif und Bausparkasse unterscheiden. Es gibt aber einige Regeln, mit denen Bausparer erkennen, ob ein Angebot auf ihren Bedarf zuge­schnitten ist. Besonders wichtig: Die Bausparsumme sollte voraus­sicht­lich zeit­nah zur geplanten Modernisierung zugeteilt werden. Kommt die Zuteilung zu spät, muss der Haus­eigentümer die Modernisierung verschieben oder bis zur Zuteilung einen Zwischen­kredit in Höhe der Bausparsumme aufnehmen. Das kann die Finanzierung erheblich verteuern. Außerdem sollte das Guthaben auf dem Bauspar­vertrag bei Zuteilung nicht viel höher sein als das tarifliche Mindest­guthaben von 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme. Denn wer zu viel spart, kürzt bei den meisten Tarifen seinen Darlehens­anspruch.

Das bietet der Finanztest-Artikel

  • Test-Tabellen. Die Tabellen zeigen optimierte Angebote von 16 Bausparkassen für drei Modell­fälle: Geplante Modernisierung in vier Jahren für 15 000 Euro, Modernisierung in sechs Jahren für 30 000 Euro und Modernisierung in acht Jahren für 50 000 Euro.
  • Tarif­über­sicht. Alle getesteten Tarife im Über­blick: Guthaben- und Darlehens­zins­sätze, Gebühren, Mindest­guthaben und mehr.
  • Bausparen kontra Bank­sparen. Die Grafik illustriert an einem Beispiel, wann sich Bausparen im Vergleich zu einem Bank­sparplan mit anschließender Finanzierung über ein Bank­darlehen lohnt.
  • Förderung. Wir zeigen, wie viel Wohnungs­bauprämie und Spar­zulagen Bausparer auf ihre Sparbeiträge bekommen – und welche Voraus­setzungen dafür gelten.
  • Check­liste. Wir erklären, wie Haus­eigentümer zum richtigen Bauspar­vertrag kommen.
  • Glossar. Die wichtigsten Bauspar­begriffe, verständlich erklärt.

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