Junge Sparer mit Bauspar­vertrag kassieren in jedem Fall einen staatlichen Zuschuss – auch wenn sie das Geld später für eine Gitarre oder eine Welt­reise ausgeben und nicht für die eigenen vier Wände.

Ein Bauspar­vertrag als reine Geld­anlage? Was in Nied­rigzins­zeiten kurios klingt, kann sich für Menschen zwischen 16 und 24 Jahren lohnen. Die Unter­suchung Bauspar­verträge der Stiftung Warentest zeigt: Wer sieben Jahre lang rund 60 Euro im Monat sparen will, kann einen Bauspar­vertrag als sehr guten Sparplan nutzen – 1,3 bis 2,4 Prozent Rendite sind drin. Aber nur mit der Wohnungs­bauprämie.

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TestBausparen als Geld­anlageFinanztest 08/2020
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Bis zu 490 Euro Prämie vom Staat

Die staatliche Wohnungs­bauprämie bekommen normaler­weise nur Bausparer, die ihren Vertrag für den Bau, den Kauf oder die Modernisierung einer Immobilie einsetzen. Doch es gibt eine Ausnahme: Sparer, die bei Vertrags­abschluss noch keine 25 Jahre alt sind, können mit ihrem Geld machen, was sie wollen, also auch ein Auto kaufen oder eine Welt­reise finanzieren. Die Prämie von insgesamt bis zu 490 Euro bekommen sie trotzdem.

Voraus­setzungen: Sie müssen mindestens sieben Jahre sparen und sie dürfen nicht zu viel verdienen. Dann kann die Prämie auch einen mäßig verzinsten Bauspar­vertrag in einen rent­ablen Sparplan verwandeln.

Das bietet der Bauspartest der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt sechs güns­tige Bauspar­tarife für junge Sparer, die Anspruch auf die staatliche Wohnungs­bauprämie haben und ihr Geld möglichst rentabel anlegen wollen. Dafür sind nur wenige Tarife gut geeignet. Die meisten lohnen sich allenfalls in Kombination mit einer späteren Baufinanzierung.

Renditen. Mit Wohnungs­bauprämie und einem geeigneten Tarif können junge Sparer eine Rendite von 1,30 bis 2,41 Prozent erzielen. Testsieger sind Bausparkassen, die einen Jugend­bonus und zusätzlich einen Zins­bonus zahlen.

Bauspar­förderung. Wir geben einen Über­blick über die staatliche Bauspar­förderung mit Wohnungs­bauprämien und Arbeitnehmer-Spar­zulagen für vermögens­wirk­same Leistungen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 8/2020.

Positiv: Einkommens­grenzen steigen

Die Einkommens­grenze einzuhalten, dürfte für die meisten jungen Leute spätestens ab 2021 kein Problem sein. Dann steigen nicht nur die Prämien von 45 auf 70 Euro im Jahr (für Ehepaare von 90 auf 140 Euro), sondern auch die Höchst­grenze für das Einkommen. Künftig bekommt jeder die Prämie, dessen zu versteuerndes Einkommen nicht höher als 35 000 Euro im Jahr liegt (Ehepaare 70 000 Euro). Brutto darf das Jahres­einkommen noch deutlich höher liegen. So profitieren mehr Sparer als bisher von der staatlichen Förderung. Um sie voll auszuschöpfen, reicht eine monatliche Sparrate von rund 60 Euro (Ehepaare 120 Euro).

Eine Rendite bis zu 2,4 Prozent ist drin

Längst nicht alle Bauspar­tarife sind für Renditesparer geeignet. Bei den meisten sind die Abschluss- und Jahres­gebühren deutlich höher als die Zinsen, die sie ihren Kunden zahlen. Die Finanztest-Experten haben daher nach Tarifen gesucht, die ihre mageren Basiszinsen durch einen Jugend­bonus aufstocken oder Bonuszinsen zahlen, wenn der Sparer kein Bauspardarlehen in Anspruch nimmt. Ergebnis: Bei den güns­tigen Tarifen im Test sind mit der Wohnungs­bauprämie Renditen von 1,30 bis 2,41 Prozent drin. Das ist deutlich mehr, als Banken und Sparkassen derzeit für ihre Sparpläne bieten.

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